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 So viel kostet ein Kind wirklich !

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Ghostrider
Hangarjunge
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BeitragThema: So viel kostet ein Kind wirklich !   Mo 18 März - 0:49

So viel kostet ein Kind wirklich



So viel kostet ein Kind wirklich - wo Eltern Geld sparen können !


Ohne Frage, Kinder sind teuer - aber für Familien besteht fast immer auch Sparpotenzial. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Dass ein Kind nicht von Luft und Liebe satt wird, dass es Bedürfnisse und Wünsche hat, ist klar. Doch wenn man hört, welche Kosten in Deutschland im Laufe eines Kinderlebens anfallen, kann man froh sein, wenn man das Kind schon hat. Denn sonst würde man sich vielleicht vor lauter Schreck dagegen entscheiden: 116.913,77 Cent - im Durchschnitt von der Geburt bis zur Volljährigkeit. Wie viel Geld ein Kind tatsächlich kostet, ist natürlich stark abhängig vom Alter, von der Region, seinem wirtschaftlichen und sozialen Umfeld.

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Eine Rechnung mit vielen Unbekannten

Umgerechnet auf den Monat kostet ein durchschnittliches Kind in Deutschland 540 Euro. Eine solche Zahl kann aber nur einen Anhaltspunkt geben, wirklich repräsentativ ist sie nicht, kann sie auch nicht sein. Denn die Faktoren, die mit eingerechnet werden müssen, sind zu unterschiedlich. Wie hoch ist das Familieneinkommen, inwiefern verändert es sich im Laufe der Jahre, was ist, wenn ein Partner in Elternzeit geht oder jemand arbeitslos oder krank wird? Wie viele Kinder leben im Haushalt? Sind die Eltern eher sparsam oder möchten sie bei allem auf dem neuesten Stand sein? Wie ist die Einstellung zu Technik und wie wichtig ist der Familie die Qualität der Nahrungsmittel?
Auch die Gemeinschaft trägt Ausgaben für jedes einzelne Kind

Nimmt man die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003, dann haben sich an dieser über 12.000 Haushalte von Paaren mit Kindern und fast 2000 Alleinerziehende beteiligt. Sie stehen stellvertretend für insgesamt 7,9 Millionen Haushalte, in denen Kinder unter 18 leben. Doch selbst die hier sorgfältig errechneten Ergebnisse können, und das sagen die Autoren ganz deutlich, nicht gleichgesetzt werden mit den eigentlichen Lebenshaltungskosten für Kinder. Denn es fehlen die Ausgaben, die über Konsum hinausgehen. Also zum Beispiel die Aufwendungen, die der Staat für die Kinder tätigt: Ausgaben für die Schulbildung zum Beispiel oder für den Bau von Kindergärten.


Bei der Ausstattung von Babys kann man viel sparen

Allein für die Baby-Erstausstattung fallen Kosten in Höhe von 3000 Euro an. Schon der erste Punkt, an dem sich der Durchschnitt gewaltig senken lässt. Denn gerade das, was ein Baby braucht, lässt sich Second- oder sogar Thirdhand kaufen oder leihen. Aufgrund der geringen Nutzungsdauer bekommt man die Dinge in einem Topzustand für einen Bruchteil des Geldes. Dann fallen die 1000 Euro für Windeln und die 800 verspeisten Gläschen auch nicht ganz so ins Gewicht.
Secondhand ist sogar gesünder

Grundsätzlich ist es gerade im Kleinkind- bis hin zum Grundschulalter sehr gut möglich, zu sparen: Kleidung, Möbel und Spielzeug bekommt man zum Beispiel auf Basaren nicht nur zu fairen Preisen, man kann auch noch sicher sein, dass mögliche Schadstoffe bereits ausgewaschen oder verflogen sind. Auch hier kann man die unvermeidlichen Kosten, in diesem Fall die für die Kinderbetreuung in Höhe von rund 3400 Euro wieder ein bisschen relativieren. Später ist das nicht mehr ganz so einfach, aber mit ein bisschen Findigkeit und einem guten Netzwerk ist es trotzdem möglich, auch bei über Zehnjährigen einiges einzusparen. Zumindest, was Kleidung und Technikbedarf angeht, der mit über 6400 Euro ziemlich zu Buche schlägt. Wobei man hier ganz genau hinsehen sollte, ob es sich wirklich um eine Notwendigkeit, einen echten Wunsch oder mehr um das Bedürfnis nach Zugehörigkeit handelt beziehungsweise sogar Konkurrenzdruck mit Altersgenossen im Spiel ist. Wer sich zusätzlich gut informiert, kann bares Geld sparen. Denn es gibt inzwischen bei Handys Tarife, die sich sehr gut für die Bedürfnisse von Jugendlichen eignen und den Geldbeutel deutlich schonen.


Eltern-Service


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Finden Sie es heraus - mit dem Unterhaltsrechner auf Basis der Düsseldorfer Tabelle. zum Unterhaltsrechner

Nachhilfe selbst organisieren

Neben all den Kosten, die auch dann für die Schule anfallen, wenn man kein Schuldgeld zahlen muss, ist ein weiterer großer Posten bei den Schulkindern die Freizeitgestaltung und damit auch die Förderung: Sport, Musik, Kreativangebote, Freizeiten - hier kann man, wenn auch sinnvoll investiert, oft schon allein mit der Ausrüstung und dem monatlichen Beitrag für Vereine eine Menge Geld loswerden. Ebenso bei der Nachhilfe, in die jährlich Milliarden von Euro fließen. Nachhilfe lässt sich oft aber auch günstiger organisieren, zum Beispiel durch ältere Schüler oder Studenten. Der nette Nebeneffekt: Mit anderen klappt das Lernen oft deutlich besser als mit den eigenen Eltern. Auch ältere Geschwister zeigen sich für ein paar Euro Taschengeldaufbesserung bereit, den Kleineren etwas zu erklären oder sie auch mal abzufragen.
Gut investiertes Geld, denn so wiederholen sie gleich die Basics für sich nochmal mit. Manchmal tut es auch ein Computerprogramm, das für wenige Euro im Monat zu haben ist und das die elterliche Nachhilfe professionell mit entsprechenden Aufgaben und Lösungsvorschlägen unterstützt.

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Beim Essen nicht an der falschen Stelle sparen

Ein Posten, der mit mehr als 25.000 Euro im Laufe der 18 Jahre zu Buche schlägt, ist das Essen. Hier will das Sparen wohl überlegt sein, denn billige Nahrungsmittel sind häufig ungesund und nicht vollwertig. Unauffällig sparen kann man aber, wenn man saisonal einkauft, die Speisen selbst zubereitet und Reste gut verwertet.
Unterstützung von außen

Die staatliche Unterstützung, die dem Großteil aller Familien am ehesten beim Bezahlen der täglichen Bedürfnisse hilft, ist das Kindergeld. 39.744 Euro erhält man derzeit für ein Kind in den ersten 18 Jahren. Es wird völlig unabhängig davon, wie viel die Eltern verdienen, ausgezahlt und wird gestaffelt nach der Anzahl der Kinder. Ab drei Kindern wird es ein bisschen mehr: 184 für die ersten zwei, 190 für das dritte, ab dem vierten zahlt der Staat 215 Euro pro Monat.
Dazu kommt der Kinderfreibetrag, der sich bei der Steuer bemerkbar macht und für jedes zu berücksichtigende Kind 7008 Euro beträgt. Sind die Eltern nicht zusammen veranlagt, dann erhält jeder Elternteil den halben Betrag.
Familien mit geringem Einkommen bekommen mehr Unterstützung

Hinzu kommen Unterstützungen wie das Wohngeld, das genau wie der Zuschuss zum Kindergarten, beantragt werden kann - wenn notwendig. Und das Betreuungsgeld: Für alle Kinder, die nach dem 31. Juli 2012 geboren wurden, haben Eltern nun die Möglichkeit, in den ersten Jahren die Betreuung zu Hause zu wählen. In manchen Fällen bietet sich das an, wenn weitere Kinder zu Hause sind. Dafür erhalten Sie derzeit 100 Euro im Monat, ab August 2014 sogar 150 Euro für Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr. Das sind 1800 Euro Ersparnis pro Jahr. Die gleiche Summe monatlich erhalten Eltern bestenfalls, wenn sie sich für die Elternzeit entscheiden. Der Mindestbetrag liegt hier bei 300 Euro. Zwölf bis vierzehn Monate längstens erhalten Eltern nämlich 67 Prozent ihres Monatseinkommens, wenn sie die Erwerbstätigkeit für die Betreuung des Babys eine Weile unterbrechen. Wie das Statistische Bundesamt errechnete, lag der durchschnittliche Elterngeldanspruch bei 964 Euro. Ausgehend von zwölf Monaten wären das zwar 11.568 Euro pro Kind, aber eigentlich bekommen die Eltern ja hier "nur" einen Verdienstausfall ausgeglichen.
Bleibt als sicherer Faktor nur das Kindergeld, das allerdings die Gesamtsumme immerhin deutlich verändert. 77.169,77 Cent bleiben im Durschnitt pro Kind von der Geburt bis zu seinem 18. Lebensjahr zu zahlen. Immer noch ein ganz schöner Batzen, aber umgerechnet auf die Jahre nicht mehr ganz so erschreckend: 357 Euro und 27 Cent kostet also das Durchschnittskind in Deutschland pro Monat.
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Quelle: t-online.de
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